Sicherheitssauger
Mit einem zertifizierten Sicherheitssauger entfernst du gesundheitsgefährdende Stäube zuverlässig und hältst die gesetzlichen Vorgaben sicher ein.
Warum normale Industriesauger bei gefährlichen Stäuben nicht reichen
Ein herkömmlicher Staubsauger mag groben Schmutz aufnehmen, aber bei Feinstaub stößt er schnell an seine Grenzen. Das Problem: Standard-Filter lassen mikroskopisch kleine, lungengängige Partikel oft einfach wieder hinten heraus. Du atmest diesen Feinstaub dann direkt ein.
Ein Industriesauger für gesundheitsgefährdende Stäube hingegen verfügt über zertifizierte Filtersysteme und spezielle Überwachungsmechanismen. Diese Geräte messen oft permanent die Luftgeschwindigkeit im Schlauch. Sinkt diese unter 20 m/s, warnt
dich ein akustisches oder optisches Signal. So hast du die Gewissheit, dass die Absaugung an deinem Elektrowerkzeug auch wirklich funktioniert. Der richtige Sauger ist somit nicht nur ein Werkzeug, sondern deine Lebensversicherung gegen Langzeitschäden wie Staublunge oder Krebs.
Die Staubklassen im Überblick: L, M und H
Die Wahl des richtigen Saugers hängt entscheidend vom Material ab, das du bearbeitest, und dem jeweiligen Arbeitsplatzgrenzwert (AGW). Hier ist der Unterschied im Detail:
| Staubklasse | Risikograd | Abscheidegrad | Typische Anwendungen |
|---|---|---|---|
| L (Leicht) | Mäßig gefährlich | > 99 % | Hausstaub, Erde, Kalk, einfache Gebäudereinigung. |
| M (Mittel) | Mittel gefährlich | > 99,9 % | Holzstäube (Buche, Eiche), Beton, Spachtelmasse, Farben, Lacke, Quarzstaub. |
| H (Hoch) | Hoch gefährlich | > 99,995 % | Asbest, Schimmelsporen, Glaswolle, Mineralfasern, Blei, krebserregende Stäube. |
Staubklasse L: Basis-Schutz für einfache Anwendungen
Diese Geräte sind ideal für harmlose Stäube wie Hausstaub, Sand oder Erde. Sie bieten einen soliden Grundschutz, sind aber für den professionellen Einsatz auf Baustellen mit mineralischen Stäuben meist nicht ausreichend zertifiziert.
Staubklasse M Sauger: Pflicht auf vielen Baustellen
Wenn du als Schreiner, Tischler oder im Trockenbau arbeitest, ist Staubklasse M oft der gesetzliche Mindeststandard. Die BG BAU schreibt diese Klasse vor, sobald Hartholzstäube oder mineralische Stäube (Beton, Ziegel) entstehen. Wir zeigen dir, warum diese Geräte für Quarz- und Holzstäube unverzichtbar sind: Sie besitzen eine integrierte Volumenstromüberwachung, die dich warnt, wenn der Filter verstopft oder der Schlauch blockiert ist.
Staubklasse H & Asbest: Maximale Sicherheit
Bei krebserzeugenden oder pathogenen Stoffen wie Schimmel, künstlichen Mineralfasern (KMF) oder Asbest gibt es keine Kompromisse. Ein Staubklasse H Asbest Sauger ist hier nach TRGS 519 gesetzlich vorgeschrieben. Diese Geräte filtern selbst kleinste Partikel fast vollständig aus der Luft und sind so konstruiert, dass du den Staubbeutel staubfrei wechseln kannst (Sicherheitsfiltersack).
Nilfisk Sicherheitssauger
Als spezialisierter Fachhändler setzen wir auf die bewährte Qualität von Nilfisk. Die Geräte der ATTIX- und AERO-Serie bieten dir innovative Lösungen wie vollautomatische Filterabreinigung und extrem robuste Bauweisen, die auch den härtesten Baustellenalltag überstehen. Nilfisk versteht die Bedürfnisse von Handwerkern: Große Räder für Stabilität, flache Bauweise zur Ablage von Werkzeugkoffern und einfache Bedienbarkeit – auch mit Handschuhen.
Wichtige Funktionen für effizientes Arbeiten
Damit du nicht mehr Zeit mit der Wartung des Saugers verbringst als mit deiner eigentlichen Arbeit, solltest du auf folgende Features achten:
InfiniClean & Push&Clean
Diese Systeme zur Filterabreinigung sorgen dafür, dass der Filter während des Betriebs durch umgekehrte Luftstöße freigeblasen wird. Das Ergebnis: Die Saugkraft bleibt konstant hoch, ohne dass du die Arbeit unterbrechen musst, um den Filter manuell zu reinigen.
Gerätesteckdose mit Einschaltautomatik
Dein Sauger startet automatisch, sobald du dein angeschlossenes Elektrowerkzeug (z.B. Schleifer oder Säge) einschaltest. Das spart Strom, reduziert Lärm und fängt den Staub direkt an der Entstehungsstelle ab.
Antistatische Ausführung
Beim Saugen von feinem Staub entsteht Reibungselektrizität. Ein antistatisches System verhindert unangenehme Stromschläge und Funkenbildung, was besonders in staubigen Umgebungen wichtig für die Sicherheit ist.
Häufige Fragen zu Sicherheitssaugern
Der Hauptunterschied liegt im Abscheidegrad des Filters. Klasse M filtert 99,9 % der Stäube, während Klasse H 99,995 % filtert. Zudem sind H-Sauger für krebserregende Stoffe zugelassen und bieten oft aufwendigere Mechanismen für den staubfreien Beutelwechsel.
Für Arbeiten mit Asbest ist zwingend ein Sicherheitssauger der Staubklasse H mit Zusatzqualifikation für Asbest (nach TRGS 519) erforderlich. Ein normaler H-Sauger reicht hier formell oft nicht aus, achte auf die explizite Asbest-Zulassung.
Ja, fast alle unsere Modelle sind Nass-/Trockensauger. Wichtig ist jedoch: Wenn du Flüssigkeiten saugst, musst du in der Regel den Staubbeutel entfernen und bei manchen Modellen den Filter wechseln oder das Nasssaug-Feature aktivieren. Beachte hierzu immer die Bedienungsanleitung.
Das hängt von der Nutzungsintensität und der Art des Staubes ab. Dank Abreinigungssystemen wie InfiniClean halten moderne Filter sehr lange. Spätestens wenn die Saugleistung trotz Abreinigung dauerhaft nachlässt oder der Filter beschädigt ist, muss er getauscht werden.
Ja, unsere zertifizierten Sicherheitssauger der Klassen M und H entsprechen den Vorgaben. Oft gibt es für die Anschaffung solcher Bau-Entstauber sogar Fördermittel (Arbeitsschutzprämien) durch die BG BAU.



